Haltung von Servalen in Deutschland

Die Haltung von Servalen und anderen Wildtieren unterliegen in Deutschland vielen Regularien. Abhängig vom Stand der Gesetzgebung und dem Bundesland liegen sogar Haltungsverbote für einzelne Tiere vor. In Bayern beispielsweise wird sogar die Haltung von Bengalkatzen untersagt. Wer diese Tiere kennt, versteht das Verbot nicht. Nachvollziehbar ist es aus unserer Sicht nur aufgrund des Schutzes des Tieres. Bengalkatzen haben je nach Wildanteil im Blut schon unterschiedliche Verhaltensweisen, die den ein oder anderen Katzenhalter vor schwierige Situationen stellen. Andererseits weiß ein Katzenliebhaber aber auch worauf er sich mit einem Bengalen einlässt, während Personen ohne Erfahrungen schon überfordert sein können. Schnell können diese Tiere dann im Heim oder sogar auf der Straße enden. Aus diesem Blickwinkel kann das Verbot, zwar als übertriebene, aber nachvollziehbare Maßnahme angesehen werden.

Generelles Haltungsverbot von Servalen?

Es gibt keine bundesweit einheitliche Regelung zur Haltung von Wildtieren, zu denen auch die Servale gehören. Vielmehr muss der interessierte Halter die einzelnen Regelungen seines Bundeslandes auf Haltungsvoraussetzungen prüfen. Bei Servalen gibt es Orientierungspunkte auf Grundlage behördlicher Regelungen aus dem Bereich Tierschutz. Diese betreffen die Unterbringung und sollten auf jeden Fall berücksichtigt werden.
Ein oder zwei Servale? Zwei Tiere sind besser als eins, da Servale Teamplayer sind und somit weniger Langeweile aufkommt. Die Unterbringung erfolgt im zwingend vorausgesetztem Außengehege. Dieses Serval – Gehege muss eine Grundfläche von 50 qm mindestens aufweisen. Dies gilt für ein bis zwei Tiere, ab dem dritten Tier muss das Gehege vergrößert werden.
Für die Servale müssen Klettermöglichkeiten vorhanden sein, abgeschlossene Unterkünfte (isoliert & beheizt), ein Wasserbecken, wenn möglich mit Bachlauf gehört auch zu den Mindestvoraussetzungen. Weiterhin sollten die Tiere auf natürlichem Boden laufen, also auf Gras oder Wiese. Ein Sandbecken gehört ebenso zur Ausstattung wie Baumstämme oder Baumwurzeln um die Krallen schärfen zu können.

Behörden mit in die Haltung einbinden?

Es macht Sinn, sich im Vorfeld mit den zuständigen Behörden in Verbindung zu setzen obwohl in vielen Bundesländern nur eine nachträgliche Meldung nach Anschaffung der Servale nötig ist. Aus eigener Erfahrung erhöhen Transparenz und Offenheit die Chance auf eine problemlose Haltung der Servale. Was im Vorfeld mit Gehegebegehungen durch die Behörden auffällt, kann sofort korrigiert werden, was eventuellen späteren Stress vermeidet. Es bleibt auch sicherlich nicht aus, dass der ein oder andere Anwohner erst beim Veterinärsamt nachfragt ob eine Haltungsgenehmigung vorliegt, anstatt sich direkt an den Tierhalter zu wenden. In diesem Fall kennt man schon den Halter und das Gehege und kann dem „besorgten“ Bürger abschließende Auskunft erteilen.

Fazit

Die Haltung von Servalen ist in Deutschland nicht Grundsätzlich verboten. Vielmehr kommt es auf die Regelungen der einzelnen Bundesländer an ob ein generelles Verbot oder Ausnahmeregelungen bestehen. Die Recherche hierzu dauert etwa eine Woche. Der Aufbau eines Geheges für Servale im Außenbereich mit 50qm Fläche kostet vom Material etwa 1500€ bis 2000€. Besteht kein handwerkliches Talent oder fehlt die Zeit kommen noch etwa 1300€ an Arbeitslohn dazu.

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